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Mobbing in der Familie

Mobbing in der Familie empfinde ich persönlich als besonders schmerzhaft, da wir vor allem durch unsere Blutsverwandtschaft, Familienbande auch emotional verbunden sind und bleiben. Wir sind und bleiben ein Teil der Familie.

In meiner Ausbildung in Familienstellen konnte ich feststellen, dass wir ungelöste Konflikte und/oder Schicksale aus dem Familiensystem übernehmen können. Ein Beispiel: wenn wir einen starken emotionalen Konflikt mit der Mutter/Vater haben, liegt es oft nicht alleine daran, dass wir unsere Eltern nicht annehmen können, sondern es können alte Verstrickungen bereits schon in der jeweiligen Elternlinie liegen. Es gibt einen roten Faden, an dem sie erkennen können, dass sich die Begebenheiten immer wieder in der Familiengeschichte wiederholen.

Oft ist es auch so, dass jemand aus der Familie ausgeschlossen wird, wie z.B. eine neue Schwiegertochter-/sohn usw., mit dem Ziel diesen solange zu mobben bis er das Familiensystem verlässt, die berüchtigte „böse Schwiegermutter“. Oder wir werden von Elternteilen direkt abgelehnt.

Oder heftige Auseinandersetzungen unter Geschwistern die über die normalen Streiterein hinaus gehen. Hier kann oft jahrelanger Hass und Ausgrenzung geschehen, was für beide Beteiligte sehr energieraubend sein kann.

Hier gibt es bestimmt unendlich viele Beispiele, welche für die Betroffenen sehr schmerzhaft sein können. Deshalb war und ist die Therapiemethode systemische Familienstellung für mich eine sehr wirksame Methode aus dem „alten“ immer wiederkehrenden Kreislauf auszutreten, bzw. zu heilen, durch bewusstes Hinschauen und klären.

Oft kann es aber sein, dass ein klärendes Gespräch mit einem Außenstehenden schon mehr Frieden und eine Neubegegnung mit Familienmitgliedern möglich macht.

Ein neutraler Vermittler, welcher nicht Partei ergreift und beiden Seiten zuhören kann, schafft auch schon wieder Luft. Viele Menschen haben ja auch Vorurteile gegen Therapeuten, so nach dem bayerischen Motto „ich bin doch nicht deppert und muss in die Klapsmühle“…, obwohl das ja nicht stimmt.

So biete ich den wütenden „Tätern“ und den „unschuldigen Opfern“ die Möglichkeit an, neue Wege und Umgangsmöglichkeiten mit ihren Konflikten egal welcher Art. Ich biete Ihnen Einzelgespräche, Familiengespräche, Partnergespräche, usw. an. Wichtig ist, dass überhaupt miteinander gesprochen wird.

Wenn Sie jemanden kennen mit dem man überhaupt nicht sprechen kann, dann fragen Sie ihn doch, ob er vielleicht mit einem Vermittler alleine sprechen möchte, sodass wieder mehr friedvoller Umgang möglich wird. Wenn auch das nicht möglich ist, dann ist es wichtig sich selbst so stark und tolerant zu machen, um mit diesem Menschen weiterhin umgehen zu können. Wir dürfen nicht vergessen, niemals in den Willen eines Anderen eingreifen zu dürfen, wir können nur uns und unsere Anschauung der Dinge verändern, alles andere wäre Manipulation.