Mobbing in der Schule
Können Sie sich
noch an Ihre Schulzeit erinnern?
Wie gingen Sie mit Ihren Mitschülern um oder diese mit Ihnen? In der Schule können wir sehen, dass Ausgrenzen, Hänseln, andere ausschließen, schikanieren schon sehr bald im Leben eines Menschen beginnt. Kinder, die ja ursprünglich und gnadenlos ehrlich sind, zeigen uns wie sie schon frühzeitig mit Konflikten versuchen klar zu kommen. -
Wie einem Kind
helfen, wenn es gemobbt wird?
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Wie einem Kind helfen,
welches andere mobbt?
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Was tun, wenn die
Lehrer die Kinder mobben?
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Mein damals 15-jähriger Sohn kam in eine andere Schule. Dort
war er von vornherein ausgeschlossen und gemieden. Die Mitschüler
machten ständig sein Fahrrad kaputt, schlugen ihn bis er irgendwann
nach vielen Aufforderungen
endlich zurück schlug, machten seine Schulunterlagen kaputt, beschimpften
ihn als Judenschwein, beschimpften mich als seine Mutter, bedrohten über
Handy per SMS sein Leben, in seiner Freizeit fingen sie ihn ab und wollten
ihn in der Gruppe mal richtig vermöbeln.
Es war furchtbar und ich lief innerlich Amok, da ich nicht wusste was ich tun kann. Um sein körperliches Selbstbewusstsein zu stärken und er eher zart gebaut war, ging er in Karate. Immer wieder ermutigten wir ihn, NEIN zu sagen und mutig seine Grenzen zu verteidigen. Aber als Einzelner in der Gruppe ist das natürlich sehr schwierig. Er lernte ihnen geschickt aus dem Weg zu gehen, eine überlebensnotwendige Wut zu entwickeln um sich zu wehren.
In Karate lernte er
sich mit wenigen Griffen kraftvoll zu verteidigen, was ihn auch sicherer
machte.Es fanden immer wieder Gespräche mit Lehrern und Schulleiter
statt. Ich drohte auch an, wenn diese Schüler nicht angehalten
werden ihn in Ruhe zu lassen, bei der nächsten Beschädigung
die Polizei mit hinzu zu ziehen.Es wurde ruhiger.Gemeinsame Gespräche
mit einigen guten Gesprächspartnern halfen ihm die Angst zu überwinden.
Es wurde ihm zugehört, wir sprachen ihm Mut zu, er bekam kein Mitleid
sondern wir glaubten an seine Fähigkeit mit der oft schwierigen Situation
umzugehen. Obwohl ich als Löwenmutter stets selbst nach vorne preschen
wollte, um meinen Sohn zu verteidigen, war es doch sehr wichtig, ihn die
Situation vor Ort selbst bewältigen zu lassen. Das hat ihn stark
gemacht.
Wichtig war, das er
wusste im Hintergrund waren Menschen auf die er zählen konnte.Viel
schwieriger empfand ich die Situation als die Lehrer in der vorangegangen
Schule meinen Sohn mobbten, denn gegen eine private Schulorganisation
sich verteidigen zu müssen, ist ein echter Kampf, den wir auch leider
verloren haben aber das ist eine andere Geschichte.
Jetzt allerdings mein Sohn ist mittlerweile 18 Jahre alt
nach jahrelangem Schulkämpfen, hat er seinen Weg trotzdem
gefunden. Er/wir haben gelernt die Schwierigkeiten anzunehmen, die Lektionen
daraus zu erkennen und umzusetzen und jetzt in gestärkter Form weiterzuleben.
Wie wir ja alle wissen, macht uns jede geschaffte Hürde stärker. |